„Schiefer Tod“ am Schwarzen Horn

Es gibt im Elbsandstein zwei Wege, die den Namen „Schiefer Tod“ tragen. Der bekanntere von beiden wurde am Gipfel des „Einsiedler“ von Helfried Hering begangen und liegt im Schwierigkeitsgrad VIIIc. Der andere „Schiefe Tod“ ist in Schmilka am Schwarzen Horn, direkt gegenüber der Rübezahlstiege, und nach Jörg Brutschers legendärer Rissliste „nicht ganz so garstig wie der am Einsiedler“. Keine Frage: Eine Begehung dieser Tour zählt zu den großen Erlebnissen im Gebirge.

Stefan Giron klettert Schiefer Tod am Schwarzen Horn
Stefan Giron klettert „Schiefer Tod“ am Schwarzen Horn

Schiefer Tod: 08.05.1956 Horst Hensel, J. Thier, W. Hornemann – den „Neuen Ostweg“ einige Meter hoch zu Absatz. Rechts Wand und rechtsgeneigten Riss (2 Ringe) zu Loch, Schulterriss zum Gipfel.

Die Schlüsselstelle der Tour liegt in der Kletterei zum 2. Ring, aber – und vor allem – über dem in der Wegbeschreibung erwähnten Loch. Dort bieten sich mehrere Möglichkeiten an, die Schwierigkeit zu meistern. Da der Riss ab einem bestimmten Punkt zu breit ist, um sichere Faustklemmer zu setzen, bieten sich alle möglichen „Doppelhandvarianten“ an. Hier im Bild Robert Wenzel bei einer Begehung vom „Schiefen Tod“ im Jahr 2007 in klassischer Doppelhandkletterei.

Robert Wenzel klettert "Schiefen Tod" am Schwarzen Horn (2007)
Robert Wenzel klettert „Schiefen Tod“ am Schwarzen Horn (2007)

Stefan GironStefan schreibt in der Wegedatenbank seiner Wahl:
Vor, zwischen und nach den Ringen sind Schlingen möglich. Im Loch hilft eine 16er, Standarddicke liegt aber auch – beides sollte weit und sorgenfrei verlängert werden: Erfreut das Seil und die Wand bietet freien Fall. Die durchaus anspruchsvolle und pumpige Risskletterei ab dem 1.R kann bei entsprechender Allergie stets vermieden werden.

 

Kurzinfo:

Gipfel:
Schwarzes Horn (67)
Gebiet:
Schmilka
Route:
Schiefer Tod
Grad:
VIIIb
Kletterer:
Stefan Giron